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Beim Hüttenjazz am Freitag spielte der Meister selbst
 
Saarbrücker Zeitung/et vom 27.08.2007
 
Völklingen. Am Freitag spielte der Meister persönlich. Mit dem Meister ist der Gitarrist der Combo Hammondex, Ivo Müller, gemeint. Beim Hüttenjazz spielt Müller normalerweise nicht selbst. Vielmehr bringt er als Impressario die vielen tollen Gruppen aus nah und fern ins Weltkulturerbe.
 
Das Publikum, wieder einmal ist der Zimmerplatz proppenvoll, kennt Müllers Verdienste, sei es als künstlerischer Leiter oder halt als Musiker. Dessen Devise lautet: "Jazz ist wichtig!". Bereits sein erstes Riff wird heftig beklatscht. Nun steht der Mann nicht alleine auf der Bühne. "HammondEx-Jazz made in Saarland" heißt die Band. Matthias Ernst bringt eine altehrwürdige Hammond-Orgel zum Klingen. Das Teil, neu verpackt und elektronisch etwas aufgemöbelt, groovt und gurgelt, dass es eine Freude ist. Eisgekühlte Melodien, heiß verpackt, und alles aus eigener HammondEx-Feder.
Dritter im Bunde der Band ist Hendrik Schneider, der mit tollem Spiel an den Drums das federleicht anmutende lateinamerikanische Flair der Hammondex-Arrangements noch etwas mehr in den lichtblauen Abendhimmel abheben lässt. Wunderbar passt der Auftritt der saarländischen Combo zum rauen Ambiente des Zimmerplatzes, zum milden Sommerabend und zur angesagten Feierabend-Wochenend-Stimmung.
 
"Hier beim Hüttenjazz gibt es in der Tat die besten Konzerte, klasse Bands und tolle Stimmung. Einzig die Beschallung könnte ein wenig professioneller sein", findet Besucher Jürgen Mang aus Riegelsberg. "Ich bin rundum zufrieden", urteilt Heike Schlösser aus Luxemburg. "Wir sind an jedem Freitag hier." Das geht allerdings nur noch am kommenden Freitag, wenn zum Abschluss der Hüttenjazz-Reihe die Formation Crosspoint ab 18 Uhr spielt. Der Eintritt ist wie immer frei.