Start |  Presse |  Musik |  Bilder |  Termine |  Kontakt
   
Von Null auf 100
Das Jazz-Trio HammondEx begeisterte in Riegelsberg

 
- Von BEATRIX HOFFMANN - für die Saarbrücker Zeitung vom 28.12.2004
 
Ihre Musik inspiriert Zuhörer zu blumigen Vergleichen. Wer die Drei von HammondEx hört, gerät ins Schwärmen. Jetzt trat das Jazz-Trio vor begeistertem Publikum beim Weihnachtsschoppen im Riegelsberger Kulturtreff Wacker auf.
 
Riegelsberg. HammondEx ist Hörspaß pur. Kritiker bescheinigten dem Schlagzeuger des Jazz-Trios, Hendrik Schneider, "perfekte Eleganz", sprachen bei Ivo Müllers Gitarrenkunst in einem Atemzug von Wärme und Coolness und beschrieben den Klang der Hammondorgel des Matthias Ernst mit "rauchig, mysteriös, nörgelnd und scharf wie ein Bluessänger". Ein Kollege beschrieb die Gesamtwirkung des "Jazz made im Saarland" als Klangteppich, bei dem die Füße ganz automatisch mitwippen.
 
Mit anderen Worten, das Jazz-Trio HammondEx inspiriert zu blumigen Vergleichen. Und so wundert es wohl niemand, dass beim Weihnachtsschoppen am Sonntag im Riegelsberger Kulturtreff Wacker Begeisterung und Bewunderung sich beim Publikum die Waage hielten. "Super, dass wir sie gekriegt haben", sagt auch Michael Manthey vom Kulturverein. "HammondEx", sagt der Vereinsvorsitzende, sei schließlich "was ganz Besonderes" und überhaupt: "Wer spielt denn sonst Hammondorgel?".
 
Das Trio hat Nummern von Reisen nach New Orleans sowie eigene Sachen mitgebracht. Fürs Komponieren sind zuständig Matthias Ernst, den viele auch als langjährigen Leiter des Jugendmusikorchesters kennen sowie Ivo Müller, Organisator der brillanten Völklinger Hütten Jazz-Reihe. Gitarrist Müller sagt: "Die Stücke kommen überraschend, immer dann, wenn man nicht damit rechnet." Um aus einer Idee ein Stück zu machen, müsse man viel Zeit und Energie hineinstecken. Manchmal gehe es auch ganz schnell. So entstand das Titelstück der CD Hexablue "von Null auf 100". Ehe es auf die Bühne kommt, geht alles, so Ivo Müller, "durch die Band-Nudel".
 
Typisch für den Weihnachtsjazz beim Kulturverein ist, dass es neben super Musik auch ein opulentes Büfett sowie Kinderbetreuung im Nebenzimmer gibt. Diesmal waren Esther, Solveig, Jan, Jonathan, Freya und Viola mit Würfelspielen, Memory und Diddlemausmalen beschäftigt. Und wer Lust hatte konnte sich auch, unter Anleitung von Sozialpädagogikstudentin Anke Schröder, ein Armband knoten.